Ehrenamtliches Engagement ist für junge Menschen attraktiv

04
MÄR
2015
Freiwillige Helfer
© Jupiterimages ¦ Thinkstock by Getty Images

In Deutschland gibt es zahlreiche Vereine und Initiativen, in denen sich Menschen für ein demokratisches und weltoffenes Miteinander engagieren. Es gibt verschiedene anti-soziale und anti-rechtsstaatliche Erscheinungen in unserer Gesellschaft, denen sich Bürgerinnen und Bürger durch Aufklärung und Kampagnen täglich entgegen stellen. Zivilgesellschaftliches Engagement ist eine Grundvoraussetzung für gelebte Demokratie. Doch auch Demokratie und gesellschaftliche Teilhabe muss gelernt werden.

Bei den Jugendlichen liegt, soziales und ehrenamtliches Engagement voll im Trend. In der JIM-Studie 2014 gab die Hälfte der Zwölf- bis 19-Jährigen an, sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich zu engagieren, das vor allem in Sportvereinen und in der Schule. Es ist auch kein Wunder, denn wenn man als Schüler sieht, wie man mit ein wenig persönlichem Einsatz in einer Schul-AG oder als Schülersprecher mitgestalten kann, macht der Unterrichtsalltag gleich viel mehr Spaß. Eine paar Ideen wie Mitbestimmung an der Schule funktionieren kann, findet man bei JAM, der Junge Aktion Mensch.

Dabei sind die Möglichkeiten sich sozial zu engagieren unbegrenzt und oft reicht schon ein Blick in die Nachbarschaft um eine Organisation oder ein Thema für sich zu finden. Wie etwa das Engagement im Sportverein, dessen Arbeit und Fortbestehen für viele von großer Bedeutung ist. Der DOSB ist sich dieser Herausforderung bewusst, gerade was den Nachwuchs betrifft, und investiert mit einem Modellprojekt in die Zukunft. Ein anderes Beispiel für ehrenamtliches Engagement von Jugendlichen sind die UNICEF-Hochschulgruppen. Sie engagieren sich mit großem Einsatz und zusammen mit dem Kinderhilfswerk für die Rechte benachteiligter Kinder. Die gemeinnützige Initiative Arbeiterkind e.V. engagiert sich ehrenamtlich und unterstützt Jugendliche aus Familien, in denen keiner studiert hat. Die Mentorinnen und Mentoren ermutigen Schülerinnen und Schüler und beraten in allen Fragen die ein Hochschulstudium mit sich bringt, um so das aussortieren im Bildungssystem abzubauen.

Mit der Digitalisierung der Gesellschaft verändern sich die Möglichkeiten der Vernetzung und der Teilhabe an politischen und gesellschaftlichen Debatten. Viele der Diskussionen und Kampagnen haben sich ins Internet verlagert. Kein Wunder wenn man bedenkt, dass zur täglichen Freizeitgestaltung der Jugendlichen das Internet und das Smartphone ganz selbstverständlich dazu gehören. Über 80 Prozent der Jugendlichen gaben das in der JIM-Studie 2014 an. Soziale Medien wie Facebook, Whatsapp und Youtube sind dabei von großer Bedeutung bei der Kommunikation untereinander und der Informationsbeschaffung.

Der Jugendpreis des Smart Hero Award 2015 zeichnet Jugendliche aus, die sich ehrenamtlich, politisch und sozial engagieren und dabei clever Social Media nutzen, um ihre Ziele zu verfolgen und zu erreichen. Denn der Vorteil liegt klar auf der Hand. Ohne großes Budget lassen sich schnell neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter mit Social Media akquirieren und Initiativen mit guten Ideen bekannt machen.