Social-Media-Checkliste Teil 1 - Tipps für Facebook, Twitter und YouTube

12
FEB
2015
Checkliste
© Peshkova ¦ Thinkstock by Getty Images

Viele gemeinnützige Organisationen nutzen soziale Medien, um ein großes Publikum zu erreichen und für ihre Themen zu begeistern. Doch wie schafft man es, möglichst erfolgreich auf den Online-Plattformen unterwegs zu sein? Wir haben uns die größten Plattformen und Dienste einmal näher angeschaut und Tipps & Tricks für Facebook, Twitter und YouTube zusammengestellt.

Facebook

Mit 27 Millionen Menschen in Deutschland, die Facebook zumindest einmal im Monat nutzen, ist das soziale Netzwerk die größte Online-Community und dementsprechend auch sehr verbreitet bei Organisationen. Neben einem privaten Account ist es bei Facebook auch möglich Seiten für eine Organisation einzurichten, was einige Vorteile bringt. Wer eine Seite eröffnen möchte, kann dies unter dem folgenden Link sehr einfach machen. Als Kategorie bietet es sich für eine gemeinnützige Organisation an, entweder direkt die Rubrik „Guter Zweck oder Gemeinschaft“ auszuwählen oder unter Unternehmen, Organisation oder Institution die Rubrik „Nichtregierungsorganisation“.

Anschließend sollten die wichtigsten Informationen ausgefüllt werden, und ein Profil- sowie Titelbild ergänzt werden. Die passenden Bildabmessungen für Facebook - aber auch für viele andere Social Media-Dienste findet ihr in dieser Infografik. Und nicht vergessen: das Impressum. Unter den Seiteneinstellungen könnt ihr das Impressum in ein eigenes Feld eintragen.

Tipps & Tricks

  • Veröffentlicht regelmäßig neue Beiträge auf eurer Seite, um eure Community von eurer Arbeit zu berichten. Versetzt euch dabei am Besten in die Lage eurer Leser: Was ist besonders interessant? Vielleicht ein Blick hinter die Kulissen, Updates zu euren Projekten oder Alltagsgeschichten rund um euren Themenschwerpunkt?
  • Denkt daran: Viele Menschen greifen von unterwegs auf Facebook zu. Inhalte werden auf dem Smartphone anders aufgenommen, weswegen ihr vor allem auch mit visuellen Inhalten wie Bildern oder Videos punkten könnt. Der Spruch, ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte, hat auf jeden Fall seine Berechtigung.
  • Es gibt zahlreiche gute Nachrichtenportale und Blogs, die hilfreiche Informationen bieten. Um einige Beispiele zu nennen: Annette Schwindts Blog, der PR-Blogger, Futurebiz oder auch die Netzpiloten.

Twitter

Die 140 Zeichen-Kommunikation auf Twitter erfordert, dass ihr die Dinge treffend auf den Punkt bringt. Das ist gar nicht so einfach wie man denkt, kann aber eine gute Übung für das Formulieren von guten Headlines sein. Der Kurznachrichtendienst hat sich in der Social Media-Welt mittlerweile fest etabliert und wird vor allem auch von Journalisten und Multiplikatoren genutzt. Um einen Account anzulegen, müsst ihr euch einen Twitternamen überlegen. Diesem wird beim Twittern immer das @-Zeichen vorangestellt, um sich auf die Personen oder Organisation zu beziehen.

Wichtige Begriffe bei Twitter: 1) Follower: Das sind die Menschen, die eurem Account folgen, 2) Retweet: Wenn ihr einen Tweet retweetet, schickt ihr diesen an eure Follower, 3) Reply: Mit einem Reply könnt ihr jemandem antworten und einen Dialog beginnen. Dazu einfach den Twitternamen plus @-Zeichen nutzen. 4) Hashtag: Wenn ihr das Rautezeichen # voranstellt, macht ihr einen Begriff zum Hashtag. Das hilft bei der Suche und beim Verbreiten von Inhalten zum selben Inhalt, z. B. #Tatort.

Tipps & Tricks

  • Achtet darauf, dass eure eigenen Tweets nicht zu lang sind. Da beim Retweeten auch der Name des Urhebers erscheint, eignet sich einen Tweet mit etwa 100 Zeichen zu verfassen. Damit kann auch noch ein kurzer persönlicher Kommentar ergänzt werden.
  • Wenn ihr möchtet, dass viele Menschen euren eigenen Tweet weiterverbreiten, beispielsweise bei einer großen Spendenkampagne, dann schreibt dies explizit hinzu, Aufforderungen wie „Please RT“ oder „#Followerpower“ haben sich etabliert.
  • Um einen besseren Überblick über Tweets zu behalten, könnt ihr Listen anlegen und diese auch mit Hilfe von Drittanbietern wie Tweetdeck oder Hootsuite organisieren.

YouTube

YouTube hat sich als Videoplattform fest etabliert. Jeden Tag werden vier Milliarden Videos aufgerufen, pro Minute 100 Stunden Videomaterial hochgeladen. Wichtig ist, dass man sich vor Erstellen eines Videos einige Gedanken macht, z. B. was möchte ich erzählen oder wie kann meine Aussage in eine Geschichte verpackt werden? Ein einfaches Storyboard hilft häufig dabei, den roten Faden in einer Geschichte zu entwickeln. Denkt daran: In der Regel sind kurze Videos erfolgreich, d. h. Videos, die nicht länger als 1-2 Minuten lang sind.

Tipps & Tricks

  • Wenn ihr ein Video dreht, dann ist das heute mit einfacheren Mitteln möglich als noch einige Jahre zuvor. Trotz allem solltet ihr darauf achten, dass das Bild nicht verwackelt ist (Dringende Empfehlung: Nutzt ein Stativ) sowie Ton und Licht gut sind. Achtet also darauf, dass ihr an einem ruhigen und zugleich hellen Ort dreht.
  • Legt euch für eure Videos einen Kanal bei YouTube an, in dem ihr alle eure Videos veröffentlicht. Dieser Kanal kann dann abonniert werden, so dass eure Unterstützer kein neues Video verpassen.
  • Viele Organisationen arbeiten mittlerweile mit Videos, die auch ohne Ton auskommen. Ein schönes Beispiel für ein Video mit Untertiteln stammt von Greenpeace Deutschland. Solche Videos kann man auch anschauen, wenn man zum Beispiel unterwegs ist, aber keine Kopfhörer parat hat.

Bei der Veröffentlichung von Webinhalten wie Bildern, Fotos, Texten und Videos müsst ihr wie in der Offline-Welt stets darauf achten, welche Urheber- oder Verbreitungsrechte ihr habt und diese bei Bedarf einholen. Beim nächsten Mal stellen wir euch zwei weitere Social-Media-Dienste vor, nämlich Instagram und Pinterest.