Digitale Inklusion eröffnet allen bessere Chancen auf Partizipation in unserer Gesellschaft

16
DEZ
2014
Zwei Personen nutzen ein Tablet

Regelmäßig wird zum Spenden aufgerufen, zum Beispiel nach einer Naturkatastrophe oder wenn Menschen in Kriegs- und Krisengebieten dringend Hilfe benötigen oder besonders jetzt zur Weihnachtszeit, spendet man bereitwillig den einen oder anderen Euro.

Vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ist das aber nicht genug. Sie wollen mehr tun und selbst für andere aktiv werden. Oftmals sind hilfebedürftige Menschen in unserer Nähe, in direkter Nachbarschaft, die in Not geraten, auf der Flucht oder obdachlos werden oder aus verschiedensten Gründen am Rande der Gesellschaft stehen.

Ein Beitrag für das solidarische Zusammenleben

Für diese Menschen ist konkrete Hilfe vor Ort und nachhaltiges persönliches Engagement oftmals wertvoller, weil sie sich in ihrer Situation nicht so alleingelassen fühlen. Bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement kommt nicht nur hilfebedürftigen Menschen zugute, es ist zugleich ein Beitrag für das solidarische Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Das Internet bietet mit den sozialen Netzwerken ein enormes Potenzial, um mit geringem finanziellen Aufwand viele Menschen zu erreichen oder zur Beteiligung zu motivieren. Auch die Koordination vieler helfender Hände ist mithilfe der neuen digitalen Möglichkeiten so einfach wie nie zuvor.

Als es im ersten Durchlauf des Smart Hero Awards darum ging, die vielen eingereichten Projekte zu begutachten, war das Stiftungsteam sehr beeindruckt von den vielen engagierten Personen und Organisationen, die ihre Ideen in sozialen Netzwerken kreativ und strategisch klug umsetzen. Es ging nicht nur darum möglichst viele „Gefällt mir“-Klicks zu generieren, sondern Social-Media-Plattformen vielmehr gezielt als logistische Kommunikationszentralen für Hilfsprojekte zu nutzen und beispielsweise zur Informationssammelstelle zu machen, um beispielsweise Wolle zu sammeln und gemeinschaftliches Stricken zu organisieren (Helfen WOLLEn).

Soziale Netzwerke unterstützen die Digitale Inklusion

Ein hervorragendes Beispiel für Digitale Inklusion ist das Gemeinschaftswerk einer Landkarte im Internet, die barrierefreie Orte verzeichnet (wheelmap.org). Alle können so mithelfen, Rollstuhlfahrern die Teilhabe am öffentlichen Leben zu erleichtern. Die Stiftung Digitale Chancen setzt sich dafür ein, dass alle Menschen das Internet nutzen können. Digitale Inklusion eröffnet allen bessere Chancen auf Partizipation in unserer Gesellschaft. Der Smart Hero Award unterstützt dieses Ziel in idealer Weise: Es geht um gesellschaftliches Engagement und Solidarität, um Beteiligung und soziales Miteinander und es geht darum, dies mit den digitalen Medien zu realisieren.

Mit dem Smart Hero Award unterstützt die Stiftung Digitale Chancen gemeinsam mit Facebook die Bekanntmachung der Projekte und Initiativen und ruft so zu mehr Engagement auf. Das Stiftungsteam freut sich auf die Durchführung des Smart Hero Awards 2015 und darauf viele neue Projekte und Initiativen kennenzulernen.

Autor: Gerhard Seiler, Geschäftsführer der Stiftung Digitale Chancen