Nominierte für den Jugendpreis des Smart Hero Award 2015

23
JUN
2015
Jugend
© lzf | Thinkstock by Getty Images

Nominierte für den Jugendpreis des Smart Hero Award 2015

Sich in sozialen Netzwerken bewegen und ehrenamtlich unterwegs sein

Junge Menschen haben viel Energie und sind kreativ, sie wollen etwas verändern und mitgestalten. Facebook, Snapchat und Co. nutzen jungen Engagierten dabei, den öffentlichen Raum für ihre Kommunikation und Interaktion zu erweitern. Die Präsentation von Kampagnen oder der Aufruf zum Mitmachen kann so auf unkomplizierte Weise in Sozialen Medien gestaltet werden. Dabei entwickeln Jugendliche eine ganz eigene Ausdrucksmöglichkeit für ihr Engagement. Nominiert für den Smart Hero Award 2015 sind zwei Initiativen in der Kategorie Jugend, die sich ehrenamtlich, politisch und sozial engagieren und dabei clever Social Media nutzen.

Die Zahl der Neuinfektionen mit AIDS ist wieder angestiegen. Daher ist Aufklärung weiterhin ein aktuelles Thema. Auf Augenhöhe engagiert sich der Verein Jugend gegen AIDS e.V. (JGA) mit Aufklärungskampagnen und setzt sich für die Förderung der Vielfalt der heutigen Gesellschaft ein. Daniel Nagel erzählt uns, dass ausschließlich Jugendliche sich in diesem Verein engagieren, um Gleichaltrigen bei dem Thema Sexualität und AIDS ein Ansprechpartner zu sein. „JGA bildet dafür ein Forum, auf welchem jede Frage ohne Hemmungen gestellt werden kann.“ Wie wichtig die Arbeit des Vereins ist, zeigt die Praxis an den Schulen, wenn Daniel Nagel mit seinen Teams unterwegs ist. „Insgesamt ist der Wissensstand vieler Jugendlicher derzeit über AIDS und andere sexuell übertragbare Krankheiten leider noch mangelhaft, da der Aufklärungsunterricht an Schulen oft von überforderten Lehrern oder überhaupt nicht gestaltet wird.“ Mit der neuen Kampagne „We love you. Welcome as you are.' geht der Verein auf Sommertour. „Für den Verein ist das auch ein weiterer Öffnungsschritt, von einem Berater bei Fragen zu einem Wegbegleiter der Jugendlichen.“

Lesen Sie das ausführliche Interview mit „Jugend gegen AIDS e.V.“ hier.


Wie soziale Netzwerke eine Geschichte transportieren und somit viele Menschen erreicht werden, zeigt der Facebook-Blog von Lina Rosenboom. Auf ihrer Seite Leben mit Lebern wie meinen erzählt Sie aus ihrem Leben mit einer transplantierten Leber. Sie gibt Einblicke in den Alltag eines Teenagers und berichtet über ihre Medikamente und regelmäßigen Arztbesuche. Alles fing mit einer kleinen Idee an. Ihre Familie und Freunde wollte sie mit diesem Blog auf dem Laufenden halten. Immer mehr Menschen interessierten sich für ihren Blog, Menschen die selbst betroffen sind oder Angehörige und Freunde in ähnlichen Situationen begleiten. „Mittlerweile versuche ich, möglichst viele Menschen zu erreichen. Ich möchte sie mitnehmen, ihnen zeigen wie schnell man selbst betroffen sein kann aber ich möchte ihnen auch zeigen, dass Organspende mehr ist als Zahlen und Fakten“ Lina Rosenboom engagiert sich zudem offline auf Veranstaltungen und klärt über Organspende auf.

Lesen Sie das ausführliche Interview mit „Leben mit Lebern wie meinen“ hier.