foodsharing

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Screenshot foodsharing

foodsharing ist eine 2012 entstandene Initiative gegen die Lebensmittelverschwendung, welche Lebensmittel “rettet”, die ansonsten weggeworfen würden. Durch über 100.000 registrierte Nutzer in Deutschland/Österreich/Schweiz, 250 Botschafterinnen und Botschaftern zur regionalen Organisation, 7.500 Foodsaver und 15 bundesweite Orgateam-Mitglieder ist diese Initiative mittlerweile zu einer internationalen Bewegung geworden. Es kooperieren über 1.700 Betriebe, bei denen bisher schon 1,6 Millionen Kilogramm Lebensmittel vor der Verschwendung bewahrt wurden, und täglich finden etwa weitere 1.000 Abholungen statt!
Die Plattform foodsharing.de basiert zu 100% auf ehrenamtlichem und unentgeltlichem Engagement, und auch das Konzept des Lebensmittel-rettens und des -teilens läuft geldfrei. Generell ist und bleibt foodsharing unkommerziell und ohne Werbung.

Andre Piotrowski, seit zwei Jahren engagiert sich foodsharing gegen Lebensmittelverschwendung und hat viele freiwillige Mitstreiter. Wie organisieren sich die vielen ehrenamtlichen Helfer?

Die ehrenamtlichen Helfer organisieren sich über die Webseite foodsharing.de. Auf Facebook gibt es auch verschiedene foodsharing-Gruppen, um auf lokaler Ebene eine bessere und schnellere Verknüpfung zu möglichen Interessierten zu finden.

In Frankreich verpflichtet eine neue gesetzliche Regelung Supermärkte nicht verkaufte Nahrungsmittel an karitative Einrichtungen zu spenden. Wäre das ein Modell für Deutschland und wie gehen deutsche Supermärkte mit überflüssigen Nahrungsmitteln um?

In Deutschland werden überflüssige Lebensmittel zum Teil schon an die Tafeln übergeben. Die Tafeln leisten einen wunderbaren, unverzichtbaren Dienst für die Bedürftigen Menschen in Deutschland. Leider gibt es dennoch viele Betriebe die ihre Lebensmittel wegwerfen. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Abgabe der Lebensmittel sollte nicht ausschließlich an karitative Einrichtungen gebunden sein. Im schlimmsten Fall würden die Supermärkte ihr Entsorgungsproblem an diese Einrichtungen auslagern. Primär sollten diese sicherlich bedient werden, aber es sollte auch an andere Einrichtungen abgegeben werden dürfen, die zum Beispiel mindestens als gemeinnützig eingestuft sind. Eine gesetzliche Regelung wie in Frankreich oder Wallonien ist aber wünschenswert und auch überfällig für Deutschland.

Die Plattform foodsharing ist seit ihrer Gründung rasant gewachsen. An welchen aktuellen Projekten wird derzeit gearbeitet?

Wir arbeiten im Moment daran, die Stabilität der Plattform zu verbessern.
Des weiteren sehen wir es als sehr wichtig an, uns auf internationaler Ebene mit anderen Ländern zu vernetzen und die Erfahrung, die wir in den letzten zwei Jahren sammeln durften, weiterzugeben und foodsharing dadurch international zu etablieren.
Wir machen erste Schritte zur Entwicklung einer Applikation für mobile Endgeräte, um den Bedürfnissen der Anwender gerecht zu werden, dadurch auch weitere Nutzergruppen zu erreichen und foodsharing noch mehr Menschen zugänglich zu machen.

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